Die verhaltensbedingte außerordentliche Kündigung

Von 22. Mai 2018Arbeitsrecht

Grundsätzlich wird das Thema Arbeitnehmerschutz in Deutschland großgeschrieben. Ein Arbeitgeber kann sich deshalb also regelmäßig nicht ohne Weiteres von einem Arbeitnehmer trennen. Benimmt sich ein Arbeitnehmer jedoch völlig daneben, steht dem Arbeitgeber die Möglichkeit einer außerordentlichen (verhaltensbedingten) Kündigung offen. Was genau das eigentlich ist und welche rechtlichen Gesichtspunkte zu beachten sind, erklärt dieser Beitrag.

Wichtig! Regelmäßig muss der Arbeitgeber vor einer Kündigung eine Abmahnung aussprechen. In Ausnahmefällen ist eine Kündigung jedoch auch ohne eine vorherige Abmahnung wirksam. Dies gilt vor allem dann, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien nachhaltig geschädigt ist – etwa bei einer Straftat oder dem Verrat von Betriebsgeheimnissen. Eine Abmahnung ist zudem dann obsolet, wenn der Arbeitnehmer wie bei ausländerfeindlichen Äußerung von vornherein nicht mit einer Duldung des Arbeitgebers rechnen konnte.

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Jan Ottmann

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